Thailand again

Von Bangkok wollten wir weiter nach Chiang Mai im Norden des Landes. Bevor wir allerdings weiterfuhren wollten wir uns erst mal ausruhen. Ganz so große Jet-Setter sind wir dann doch nicht. Wir nutzen die Zeit in Bangkok um Wäsche zu waschen, Sport zu machen und einfach mal wieder runterzukommen von den letzten zehn Tagen. Diesmal entschlossen wir uns für ein anderes Stadtviertel: Sukhumvit. Wir waren sehr happy mit unserer Wahl, denn dieser Stadtteil ist super modern und es laufen kaum Touristen herum.

Innovative Waesche-Aufhaeng-Methode

 

 

Sport mit Skylineblick

 

 

Unser Lieblingssaftladen – frisch und nur 1 Euro 🙂

 

Lecker aber sehr scharf!

 

Strassenverkaeufer – wichtige Verkehrsteilnehmer

 

Die Stranger Things Streetart bei Tag – inzwischen abgesperrt

Für die Reise nach Chiang Mai entschieden wir uns für den Nachtzug. Diesmal war er zwar moderner, aber irgendwie waren die Vorhänge nicht ganz blickdicht und das Licht war die ganze Nacht an. Trotzdem haben wir die Nacht und die Reise gut überstanden.

 

 

 

Chiang Mai hat einen alten Stadtkern, der von einem Wassergraben quadratisch umzogen ist. Dort hatten wir zum Glück auch unser Hotel. Von dort waren alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar und damit war es insbesondere im Vergleich zu den vielen großen asiatischen Städten der Vortage eine willkommene Abwechslung.
Schon am ersten Tag haben wir uns eigentlich alle Tempel angesehen und das sind sehr viele. Und doch ist jeder irgendwie anders Besonderes. Die Buddhastatuen könnten unterschiedlicher nicht sein. Uns fiel auf, dass wir was das Verhalten in Tempelanlagen angeht schon Profis waren. Andere Touris hatten keine langen Sachen an, sind mit ihren Füßen auf die Türschwellen getreten statt darüber zu gehen und hatten die falsche Sitzposition im Tempel.
Uns ist schonmal aufgefallen, dass in Thailand’s Tempeln neben Buddhastatuen auch fast immer Figuren von Mönchen zu finden sind. Sie werden lebensecht und lebensgroß nachgebaut und dort ausgestellt. Die Figuren sind so erschreckend realistisch, dass Details wie Haare, Falten und Schmutz exakt ausgearbeitet sind. Sie sind so lebensecht, dass Ole und ich eine halbe Stunde darüber diskutiert haben ob der Mönch vor uns eine Figur oder ein Mensch ist. Es war eine Figur.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die restlichen Tage verbrachten wir mit gemütlichem umher bummeln, essen und Sport. Naja und Bewerbungen schreiben leider auch. Trotzdem waren es sehr angenehme und entspannte Tage in Chiang Mai. Es erinnert uns sehr an Ubud in Bali. Am Wochenende gab es dann die walking streets wo eine komplette Straße für den Verkehr gesperrt wird, um dort einen Markt aufzubauen. Als wir ankamen beobachteten wir etwas kurioses. Pünktlich um sechs Stand der Markt plötzlich still. Aus den Lautsprechern ertoente eine Hymne. Die Menschen unterbrachen ihre Gespräche und blieben auf der Stelle stehen. Nach einer Minute war es vorbei und die Menschen gingen einfach weiter, als waere nix gewesen. Der Koenig wird hier echt gefeiert.

 

 

 

geht immer: Mango sticky rice

 

Soll Glueck bringen fuer frisch Verlobte 😀

 

 

 

 

 

 

Auch das Klima war ein Chiang Mai ganz anders. Nachts war es kühler und vor allem nicht so schwül. Schon am Bahnhof in Bangkok hatte uns der Taxifahrer „gewarnt“ es würde kalt sein. Natürlich war es das für uns nicht. Der wenige Verkehr und die kleinen Gassen in denen sich die Leute und Roller verloren machten die Stadt wirklich gemütlich. Viel leckeres und gesundes Essen rundeten die Sache ab. Natürlich gab es dort viele Touristen, aber irgendwie hatte man das Gefühl es sei eine homogene Masse. Und wenn man mal wirklich seine Ruhe haben wollte konnte man ja jederzeit in einen Tempel gehen. 🙂

 

 

 

 

 

 

Irgendwann mussten wir dann aber weiter fahren. Unser nächstes Ziel hieß Phitsanulok und lag ungefähr auf halber Strecke zwischen Chiang Mai und Bangkok. Wir hatten ja schon vorher gewusst, dass die Stadt nicht gerade als einladendes Touristenziel bekannt ist. Trotzdem waren wir etwas geschockt als wir ankamen. Es ähnelt eher einer Kommunistenzentrale. Die Architektur war wirklich schlimmer als in Ost Berlin oder Nordkorea. Allerdings lag unsere Unterkunft auch direkt am Bahnhof und wir hatten nicht so viel Zeit uns die Stadt anzugucken. Eigentlich diente unser Aufenthalt dort nur dazu schneller und bequemer in das anderthalb Stunden entfernte Sukhotai zu kommen, wo es eine riesige alte Tempelanlage zu bestaunen gibt. Leider fühlte sich Ole schon den ganzen Tag nicht wohl und ich hatte den Verdacht, dass er Fieber hat. Der Verdacht bestätigte sich und damit war klar wir würden nicht nach Sukhotai fahren. Trotzdem machten wir einen kleinen Spaziergang durch die Stadt. Es stellte sich raus, dass sie gar nicht überall so hässlich ist. Am Fluss gab es zum Beispiel eine große und schöne Promenade wo man auch gut hätte mit dem Fahrrad lang fahren können. Außerdem gab es natürlich auch dort Tempel die man sich angucken konnte. Ole ruhte sich ein paar Tage aus und nahm ein paar Paracetamol ehe wir wieder in den Zug nach Bangkok stiegen.

 

 

 

 

Unser Hotel – wisst ihr Bescheid

 

 

So langsam stellte sich schon eine gewisse Vertrautheit ein und wir fühlten uns ein bisschen zuhause in der Millionenstadt. Ohne weitere Umschweife ging es zu unserer neuen Unterkunft wieder in Sukhumvit, wo wir uns auskannten. Das „Hotel“ war schon etwas besonderes. Überall war Kunstrasen ausgelegt und es war total schmal aber sehr hoch. Unser Zimmer war nicht nur durch die absolut ungewöhnliche Dachschräge echt klein. Es gab kein Fenster, keine Tür zum Bad (sondern ’nen Vorhang) und kein Waschbecken, dafür aber eine total umständlich installierte und alles einnehmende Wanne. Da es noch früh war und Ole außer Gefecht war, machte ich alleine die Gegend unsicher. Ich entschloss mich dazu etwa eineinhalb Kilometer zur Mall zu laufen und dort etwas Zeit mit Windowshopping totzuschlagen. Eine gute Entscheidung. Auf dem Weg durch schmale und weniger befahrene Straßen bekam ich nochmal eine ganz andere Seite von Bangkok zu sehen. Die Mall war State of the Art und hatte einiges zu bieten. Eine großzügige Gartenanlage führte spiralförmig um die höheren Stockwerke und bot einen super 360 Grad Blick auf die Stadt. Außerdem war sie an Kitsch nicht zu toppen und alles war auf Weihnachten getrimmt. Kitsch hin oder her, ich hatte mich gefreut ein bisschen Weihnachtsstimmung abzubekommen. Dann machte ich mich auf den Rückweg, denn Philipp würde bald landen und vor unserer Tür stehen. Freude!

Gegen halb zehn war es dann soweit. Philz hat kurz abgelegt, dann ging es schnurstracks in die nächste Craft Beer Bar. Auch am nächsten Tag war Ole noch nicht wieder fit, aber es ging schon besser. Wir sind dann trotzdem zu einem Arzt, um auf Nummer sicher zu gehen. Entwarnung aber trotzdem schonen war die Anweisung. Philz und ich sind dann zum Sport gegangen und nach einem kurzen Krankenbesuch wollte ich ihm den Rest der Barszene zeigen. Auf einmal war es 23:30 Uhr. Nach kurzem Überlegen wollten wir „noch mal eben“ zur letzten Bar. Wir liefen durch ruhige Wohngebiete ohne Verkehr, eigentlich eine coole Seite der Stadt und auch wieder neu. Aber wir liefen und liefen und wurden immer müder. Als wir schließlich nach einer Stunde ankamen hatte die Bar schon zu.

Am nächsten Tag war Ole immerhin reisefit und wir konnten unseren nächsten Trip antreten. Zu dritt flogen wir von Bangkok nach Colombo in Sri Lanka.

 

 

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.