Nuwara Eliya

Nuwara Eliya – Ella

Nach einer Nacht zur Erholung wechselten wir am nächsten Tag die Unterkunft. Für Heilig Abend und die Feiertage suchten wir uns etwas Gemütliches näher am Zentrum. Hier war es endlich ruhig und entspannt – jedenfalls da wo wir wohnten. Man nennt die Stadt auch little England, weil vor allem architektonisch viel daran erinnert. Und so war auch vieles weihnachtlich geschmückt und beleuchtet.

Unsere erste Unterkunft – Kamin nur für uns!

 

 

 

 

Für den 24.12. hatten wir extra eine Flasche Schampus aufgehoben, die wir noch von unserem Maledivenurlaub hatten. Um ein bisschen in Stimmung zu kommen, haben wir zu Weihnachtsmusik angestoßen und die Jungs bekamen bunte Teller von mir – singhalesischer Art. Wir haben uns in Schale geworfen und ein Buffet Gala Dinner gebucht. So richtig weihnachtlich wurde es dort zwar nicht, aber Essen gab es reichlich und es war lecker. Wir hatten einen super Abend und werden uns bestimmt noch lange an dieses Weihnachten erinnern.

 

 

 

 

Am nächsten Tag hieß es dann auch einfach nur ausruhen und mal nichts großes unternehmen. Wenn ich mich richtig erinnere waren wir ein bisschen warme Klamotten shoppen, was in Nuwara Eliya echt gut geht.

 

 

 

Zu den Highlights gehörte unser nächster Ausflug. Nuwara Eliya liegt im Hochland Sri Lankas und der höchste Punkt des Landes ist mit 2524m der hier gelegene Pidurutalagala. Wir fuhren mit einem Tuk Tuk zur nahegelegenen Teeplantage in diesem Hochland, namens Lover’s Leap. Der Tee hier wird biologisch erzeugt und unter anderem Namen in die ganze Welt verschifft. Dafür werden riesige Säcke auf dem großen Markt in Colombo meistbietend versteigert. Wusste ich vorher auch nicht.
Wir wurden von einer netten Dame durch die Teefabrik geführt, die in der Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die Maschinen liefen so seit hundert Jahren oder mehr. Wir wurden zwar gebeten keine Fotos zu machen, aber ich konnte es mir nicht verkneifen. Zudem war der heutige Tag insofern besonders, als das hier sonst immer gearbeitet wird. Ausgerechnet an diesem Tag standen die Fließbänder still und die Angestellten hatten frei – Weihnachten. Wir durften das gute Zeug auch noch probieren und schlenderten danach über die Teeplantage. Die Frauen, die den Tee per Hand pflücken hatten natürlich nicht frei. Was für eine Arbeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann wanderten wir weiter den Berg hinauf um zum Wasserfall zu gelangen. Dort war es angenehm frisch und wir verweilten ein bisschen ehe wir uns per Tuk Tuk auf den Rückweg machten. Wobei wir noch einen Halt am Bahnhof einlegten, damit wir am nächsten Tag alles richtig machen.

 

 

 

 

Abends gab es im Hotel noch Chinese Hot Pot!

Die Reise ging weiter in Richtung Ella. Diesmal wollten wir natürlich wieder den Zug nehmen. Tatsächlich soll die Fahrt von Nuwara Eliya nach Ella die schönste Zugstrecke sein. Sitzplätze waren schon lange weg und so mussten wirversuchen wie die allermeisten Reisenden mit der allerbesten Ellbogentechnik irgendwie in den Zug zu kommen. Dafür kosteten die Dritte Klasse Tickets nur 1 € für 3 Leute. Wir schafften es rein und hatten sogar das riesige Glück, dass wir noch einen Platz auf der Ablage fanden für unsere riesigen Rucksäcke. Trotzdem hieß es jetzt erstmal stehen. Die Fahrt war zum Glück nur ein paar Stunden, aber den besten Ausblick hat man nun mal entweder direkt an der Tür oder im sitzen. Ich freundete mich mit einer indischen Familie an, die nach nur wenigen Stopps dafür sorgten, dass ich sitzen konnte! Was für ein Glück. Philipp und Ole standen zwischen den Wagons und genossen die frische Luft. Ole und ich wechselten uns ab und so war die Reise trotz allem viel angenehmer als diese furchtbare Busfahrt. Und die Landschaft enttäuschte kein bisschen. Der kleine Zug schraubte sich durch die Berge und die Schienen verliefen oft direkt an einem steilen Abhang. Bevor man aber die Aussicht genießen konnte, fuhr man durch den berühmten mystischen Nebelwald.

 

In Ella haben wir gleich vier Tage verbracht. Im Nachhinein hätten wir gut und gerne um einen Tag verkürzen können, aber irgendwie wollten wir nicht so durchhetzen und es war schon okay. Wir fanden mal wieder eine nette Unterkunft im Grünen. Hier konnten wir uns noch besser vom Stadtstress der vorherigen Wochen erholen. Am ersten Tag erklommen wir den Little Adam’s Peak. Da immernoch Feiertage waren, trafen wir jede Menge Touristen. Aber auf dem Berg verlief es sich dann doch ganz gut und die frische Luft kann man ja teilen. Der Ausblick war die Belohnung für den Aufstieg und wir waren noch eine ganze Weile dort oben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann gingen wir zum Lunch in das oben gelegene Resort, wo wir sehr ausgedehnt den Mittag und Nachmittag verbrachten.

 

das Hörnchen war die ganze Zeit bei uns

Da es irgendwie auf dem Weg lag wollten wir gleich im Anschluss zur achso berühmten Brücke im Ort. Wir wussten nicht so richtig warum so ein Wirbel darum gemacht wird und waren überrascht von der Vielzahl an Touris die dort ein Foto nach dem anderen machten und auf den Gleisen rumliefen. Wir fragten uns auch, ob da denn kein Zug kommen würde. Ein Polizist klärte uns auf. In einer halben Stunde würde einer kommen und somit wussten wir auch wieso hier so viele Leute waren. Alle wollten ein Bild von diesem Zug auf dieser Brücke. Wir dachten uns wenn wir schonmal hier sind und blieben bis der Zug kam.

 

Nine Arch Bridge

 

 

 

Ich für meinen Teil hatte wenig Lust die gleiche Strecke zurück zu unserer Unterkunft zu laufen, denn das würde einen recht steilen Aufstieg bedeuten. Ich suchte nach Alternativen und wir sahen, dass einige Leute einen Pfad durch den Wald nahmen, der zumindest grob in die richtige Richtung ging. Wir folgten ihnen, waren aber bald schon allein im Wald. Es stellte sich heraus, dass wir eine 1A Abkürzung genommen haben. Der Weg führte die ganze Zeit durch den Wald und verlief weit abseits der Straße – jackpot! Naja bis auf die Tatsache, dass ich wohl lange nicht mehr im Wald war und zu blöd zum laufen. Ich bin so dumm über nen Ast gestolpert, dass ich noch Wochenlang einen riesen blauen Fleck davon hatte…

Am nächsten Tag haben Philipp und Ole einen Zugausflug gemacht. Sie fuhren über die alte Brücke nach Badulla und zurück um sich bei Schrittgeschwindigkeit auch mal aus dem Zug hängen zu können. Dafür ist das hier ja irgendwie berühmt. Währenddessen habe ich die Zeit genutzt um Bewerbungen zu schreiben und am Blog weiterzuarbeiten.

Individuelles Wäschetrocknen 2.0

 

 

 

 

 

 

 

Ansonsten gab es im Ort nicht viel zu sehen – es sei denn man ist einer von diesen blöden Touristen die auf Elefanten reiten müssen… Wir entspannten uns einfach.

Und dann stand die letzte Etappe dieser Reise bevor. Wir machten uns auf den Weg nach Hikkaduwa, um doch noch ein bisschen Strandurlaub machen zu können und Matze zu treffen. Dafür mussten wir wieder ein Auto mit Fahrer besorgen, anders wären wir nicht so entspannt und in so kurzer Zeit dorthin gekommen. Auf der Fahrt bestaunten wir Little Adam’s Peak von unten und fuhren noch einem Wasserfall vorbei.

 

 

Dort oben waren wir vor ein paar Tagen.

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